Nachhaltiger Neubau vom Gymnasium Langenhagen
„Schule als Dorfgemeinschaft“ war das Konzept für den Neubau des Gymnasiums in der Region Hannover mit fünf Sportanlagen, Mensa und Ganztagsbereich. Damit wurde für die rund 1.900 Nutzer:innen des Gebäudes eine besondere Lernatmosphäre geschaffen – und wo immer es möglich war, kamen Holz als nachwachsender Rohstoff und erneuerbaren Energien zum Einsatz. Das regt auch zur Beschäftigung mit Nachhaltigkeit im Unterricht an.
Schulgebäude mit kurzen Wegen und viel Offenheit
Durch Ganztagsbetreuung, Nachmittagskurse und Freizeitangebote hat sich die Zeit erhöht, die Kinder und Jugendliche auf Schulhöfen, in Klassenräumen und Sporthallen verbringen. Schulgebäude können entsprechend wie der Mittelpunkt einer Gemeinschaft verstanden werden. Diese Aspekte flossen beim Neubau des Gymnasiums Langenhagen in die Planung ein – ebenso wie eine möglichst nachhaltige Bauweise und Energieversorgung.
Mit einer Nutzfläche von 15.000 Quadratmetern hat das siebenzügige Gymnasium stattliche Ausmaße: In dem etwa zweihundert Meter langen Hauptgebäude befinden sich 65 allgemeine Unterrichts- und 25 Fachräume sowie vier sogenannte Klassenhäuser. Dazu kommen Sport- und Spielflächen in zwei aneinandergebauten Hallen und im Außenbereich, eine Aula sowie eine Mensa.
Um den räumlichen Anforderungen, die sich aus der großen Zahl an Nutzer:innen ergeben, gerecht zu werden, wurde eine einfache, L-förmige Grundstruktur mit kurzen Wegen und viel Offenheit gewählt: Im weitläufigen Erdgeschoss verbindet ein ringförmiger Boulevard das Foyer, die Aula, alle dort angeordneten Fachräume sowie Sporthalle und Mensa. Dieser Boulevard ist als „Wegraum“ angelegt, indem er vielfältige Nutzungen ermöglicht: Arbeitsnischen, Gruppentische, Präsentationsflächen auf Wänden und in Vitrinen, Treffpunkte und Rückzugsbereiche. Das Dach dieses Baukörpers ist als erweiterter Schulhof angelegt, auf das die sogenannten „Stufenhäuser“ aufgesetzt sind, in denen je zwei bis drei Jahrgänge untergebracht sind. Über Laubengänge haben die Schüler:innen einen direkten Zugang zu den Außenbereichen. Anfang 2023 war es für die Schüler:innen, ihre Lehrkräfte und weiteren Beschäftigten dann so weit: Sie konnten ihr neues Schulgebäude beziehen. Schulleiterin Silke Kaune ist begeistert von dem neuen Standort und lobt besonders die Klassenhäuser, in denen die Jahrgänge Tür an Tür lernen. „Unsere Jahrgänge wachsen fömlich zusammen. Und wir haben jetzt Lernlandschaften für andere Unterrichtsformen als Frontalunterricht. Das Raumkonzept erleichtert Begegnungen und Gespräche in den Pausen, der Mensa und auf den Boulevards. Das ergänzt auch unser Patenprogramm gut, bei dem Schüler:innen des 10. Jahrgangs die Patenschaft für die fünften Klassen übernehmen und die neuen Schüler:innen in ihrem ersten Jahr an unserer Schule begleiten.“




